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Jose Vicente Barrachina Sanchis „El color de tu piel“ (Öl auf Leinwand, 2016, 116 cm x 89 cm)

Berlin - Für den Schreiberling der ART DEPESCHE ist es stets eine besondere Freude, wenn er einen Gegenwartskünstler für sein Herz entdeckt, und ihn überzeugen kann, dieser Seite Rede und Antwort zu stehen. So geschehen nun mit dem Impressionisten Jose Vicente Barrachina Sanchis aus Valencia, Spanien. Noch schöner, wenn die Antworten so interessant ausfallen wie in diesem Fall. Heute nun die Fortsetzung ...

Hier geht es zum ersten Teil: https://art-depesche.de/interview/760-die-farbe-des-lichts-jose-vicente-barrachina-sanchis-im-interview,-teil-1.html

ART DEPESCHE: Wir nennen nun einige Künstlernamen und wüßten gerne Ihre Ansichten zu diesen Künstlern ... Beginnen wir mit Joaquín Sorolla!

BARRACHINA: Der erhabenste und am meisten bewunderte Maler meines Landes. Meister des Lichts und der Farbe.

ART DEPESCHE: Guy Rose?

BARRACHINA: Gefällt mir. Er gibt seiner impressionistischen Malerei eine ruhig romantische Vision.

ART DEPESCHE: Leonardo Alenza?

BARRACHINA: Eine romantische Sicht der Charaktere, die er auf der Leinwand festhält, manchmal hart im Ausdruck.

ART DEPESCHE: Camille Pissarro?

BARRACHINA: Hervorragend in seinen Landschaftsinterpretationen. Ich bevorzuge den ersten Teil seiner Arbeit, bevor er vom Pointillismus beeinflußt wurde.

ART DEPESCHE: Jose Vicente Barrachina Sanchis?

BARRACHINA: Ein Kunstmaler, der demütig eine farbenfrohe und leuchtende Vision der ihn umgebenden Welt sucht und die Eindrücke der ihn begleitenden Erfahrungen vermitteln möchte.

ART DEPESCHE: Adolph von Menzel?

BARRACHINA: Ich mag den Ausdruck, der seinen Charakteren manchmal herausfordernde Einstellungen verleiht, die uns ermutigen, über den gerade auftretenden historischen Moment nachzudenken.

ART DEPESCHE: Sie selbst unterrichten nun seit vielen Jahren in Valencia, allerdings die Zeichenkunst. Was ist das Wichtigste, was Sie Ihren Studenten zu vermitteln suchen?

BARRACHINA: Die Arbeit eines Kunstlehrers beinhaltet viel mehr als ein einfaches „Solo“ in der Konzeption eines solch engagierten Berufs, da seineHerangehensweise an den künstlerischen Unterricht ein hohes Risiko birgt. Der Schüler muß mit dem gewählten künstlerischen Engagement zufrieden sein, und der optimale Nutzen des Unterrichts muß gewährleistet sein. Ich habe immer an die Fähigkeit des Schülers gedacht, die verschiedenen Konzepte zu erhalten, wenn er die entsprechende Lektion anwendet, und in Wahrheit denke ich nach 33 Jahren Unterricht im Allgemeinen über das künstlerische Handeln vieler dieser Schüler nach, und das Ergebnis darüber ist zufriedenstellend. Ich habe es genossen, die verschiedenen Aspekte anzuwenden, die die Schüler individuell brauchten, und ich bin mir ihrer Gegenseitigkeit und Empathie bewußt, wenn ich sie empfange. Gleichzeitig begleiteten meine Stifte und Pinsel den Unterricht und in meinem Atelier herrschte zu jeder Zeit der Geruch von Farbe.

ART DEPESCHE: Sie hatten zahlreiche Ausstellungen, zumeist in Spanien, doch auch im Ausland, 2019 sogar in Teipei, Taiwan. Wie kam es dazu, und wie wurden ihre Bilder dort aufgenommen?

BARRACHINA: Ständige Arbeit führt zur Bereitschaft, die auf dem Weg auftauchendenGelegenheiten zu nutzen. Von diesem Moment an ergeben sich regelmäßig Chancen. Von dem, was zu schätzen ist, wie den Manifestationen der verschiedenen Medien, die auf der Veranstaltung präsent waren, wurde meine Arbeit gemocht, und heute ist sie Teil verschiedener Sammlungen in Taiwan.

ART DEPESCHE: Wenn ich es richtig sehe, haben Sie mittlerweile drei Bücher auf dem Markt: „El color de la luz“ ist ein autobiographischer Roman, dann die Biographie „Barrachina Sanchis. La vida de un artista: una interpretación“ und schließlich einen Roman, „Cómplice es la noche“. Bitte verraten Sie uns mehr über diese Bücher ...

BARRACHINA: 

„El color de la luz“ - „Die Farbe des Lichts“:

Schon in jungen Jahren war sie da, und im Laufe der Jahre wuchs meine Faszination für Bücher und das Lesen, und irgendwann hatte ich das Bedürfnis, über meine Schulzeit bis zu meinem dreizehnten Lebensjahr zu schreiben, um den Wert des Geschriebenen aufzuzeichnen, und dieGroßzügigkeit des Lehrers bei der Vermittlung von Wissen. Nicht alles war rosig in dieser Phase, die durch den dem Land auferlegten Totalitarismus gekennzeichnet war, in dem die in den Schulen vorherrschende Maxime „La letra con sangre entra“ [Anm. d. Red.: Sp. Redewendung, wörtlich: „Die Schrift trittmit dem Blut ein“ d.h., „Das Lernen kommt mit der Anstrengung“, ähnlich Dt. „Ohne Fleiß kein Preis“, jedochstrenger] war, die von den damaligen Lehrern erfüllt werden mußte. Mein biographisches Buch ist eine Hymne an die Freiheit und des Respekts für alle, die sich nicht schämen, unter Umständen und in einer von Umständen verarmten Umgebung geboren worden zu sein, wo die Demut, in einer von Umständen verarmten Umgebung geboren worden zu sein, vor allem ein auferlegtes Dogma war. Darin habe ich versucht, meine Erfahrungen mit demDogmatismus und systemischer Indoktrination mitzuteilen.

„La vida de un artista: una interpretación“ - „Das Leben eines Künstlers: eine Interpretation“:

Der existentielle Weg meiner künstlerischen Karriere spiegelt sich mit der unschätzbaren Hilfe von Juan Jose Adriá Montolio, eines Geschichtslehrers und Kollegen, wider, seit ich seit 1984 am künstlerischen Unterricht der Mittelschule teilnehme. Verschiedene Bilder meiner Kreationen begleiten den Text und erfassen die künstlerische Bedeutung für meineKarriere

„Cómplice es la noche“ - „Die Nacht ist Komplize“:

Wenn Sie in einer eher kleinen Stadt leben, werden verschiedene Geschichten, die sich im Laufe der Zeit ereignen, im kollektiven Gedächtnis aufgezeichnet. In meinem Fall habe ich mich insbesondere entschlossen, sie in Schriftform umzusetzen, wie mein Verstand es von mir verlangt. Dies ist die erste meiner Erzählungen, die auf im kollektiven Gedächtnis abgedruckten Fetzen basiert, die am Ende des „spanischen Bürgerkriegs“ stattfanden. Es ist mein Wunsch, verschiedene Berichte zu verarbeiten, die die Ereignisse widerspiegeln, an denen meine Verwandten und Nachbarn teilgenommen haben, und natürlich eine Reihe von Geschichten, die ein Stück dieser Welt widerspiegeln, von der ich lerne und lebe. Mein Wunsch ist es, die Leser in diesenGeschichten einzubeziehen.

ART DEPESCHE: Was sind Ihre Pläne für die nächste Zukunft?

BARRACHINA: Mein Wunsch ist es, meine künstlerischen Anliegen weiterhin auf einer Leinwand als Stütze und mit Ölfarben als Medium auszudrücken. Meiner Welt Farbe zu geben, gibt meinem Leben einen Sinn.

ART DEPESCHE: Wir danken Ihnen für die Zusammenarbeit und wünschen alles Gute!

BARRACHINA: Vielen Dank für Ihre Geduld.

 

Verweise:

https://barrachinasanchis.com/
https://gellfineart.com/jose-vincente-barrachina-sanchis-information
https://www.singulart.com/de/künstler/jose-vicente-barrachina-sanchis-19189
https://www.facebook.com/bsanchis/
https://www.youtube.com/watch?v=CNW7K7Wvsnk
https://art-depesche.de/interview/760-die-farbe-des-lichts-jose-vicente-barrachina-sanchis-im-interview,-teil-1.html

Die Farbe des Lichts - Jose Vicente Barrachina Sanchis im Interview, Teil 2 https://art-depesche.de/images/El_color_de_tu_piel.jpg Ruedi Strese