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Literatur

Berlin - Die Zeit war stehengeblieben. Zumindest, wenn ich der Ansicht meiner Uhr folgen durfte. Vielleicht war aber auch einfach die Batterie leer. Der Blick aus dem Fenster bestätigte diese Interpretation, Menschen liefen und Autos fuhren. Auch ein Blatt fiel herab, anstatt in der Luft an einem Ort zu verweilen.

Der Galerist - eine Kurzgeschichte von Rudi Stress | Quelle: PIXABAY.COM

Berlin - Der Galerist saß mit übereinandergeschlagenen Beinen auf dem Hocker und las. Auf dem kleinen runden Tisch neben ihm, im hinteren Raum der Galerie, stand eine Flasche Rotwein, auf den Mehraufwand eines Glases verzichtete er heute, denn er erwartete keine Besucher. Er rauchte einen Zigarillo nach dem anderen.

Impressionen zu "Das Eichenblatt" von Ruedi Strese | Quelle: ART DEPESCHE

Berlin - Er bremste abrupt. Was war das gewesen? Irgendetwas hatte er überfahren. Ein kleines Tier. Die Straße, welche den Berg hochführte, war kaum befahren, deshalb leistete er sich den Luxus, am Rand anzuhalten und nachzusehen.

Quelle: ART DEPESCHE

Berlin - Der alte Mann stieg die Treppe hinauf. Im Treppenhaus sah er ein Bild an der Wand, welches ihm seltsam vertraut vorkam. Es zeigte drei Damen und einen Jungen, welche anscheinend zu einer Art spiritistischer Sitzung um einen kleinen runden Tisch saßen.

Berlin - Ich war auf meiner Fahrt in einer Kleinstadt gelandet, einer sehr kleinen Kleinstadt. Sie hatte keinen Namen, doch immerhin ein paar Einwohner. Die Häuser waren recht einheitlich in rotbraunem Backstein gehalten, dazu gab es Fenster und Türen aus weiß gestrichenem Holz.

Tofu

Berlin - Nach langer Wanderung kam ich in eine kleine Stadt, und da mich dürstete und ein regelrechter Heißhunger mich überfiel, betrat ich die Markthalle. Als Vegetarier freute ich mich, einen kleinen Bioladen zu entdecken.

Ruedi Strese "Maritimer Besuch", 2015 | Quelle: ART DEPESCHE

Berlin - Der Herbst hat wieder einmal begonnen, der Nebel kraucht aus den Tiefen des Waldes in die Stadt, umschleicht die Gebäude, dringt in die Gedanken ihrer Bewohner. Das alte Schauspiel, das alte Leid.

Quelle: ART DEPESCHE

Berlin - Es war ein schon unangenehm heißer Sommertag, als der Wanderer an dem kleinen Tümpel vorbeikam. Springkraut bildete den ersten Saum um das Gewässer, dann folgte ein dichter Schilfbestand, doch von der Straßenseite her war es durchaus möglich, ohne Berufserfahrungen als Machetero problemlos an das Wasser zu kommen; eine Stelle von knapp zwei Metern Breite war unbewachsen.