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Malerei

Anna Boch „Falaise - Côte de Bretagne“, Öl auf Leinwand, 1900/1902

Berlin - Über Vincent van Gogh (1853-1890) geht die Legende um, er habe zu Lebzeiten lediglich ein einziges seiner Werke verkauft. Ein paar mehr dürften es vermutlich gewesen sein, was aber am wahren Kern der Geschichte vom verkannten Genie wenig ändert. Tatsächlich ist aber nur ein Verkauf sicher dokumentiert, und zwar der des 1888 in Arles entstandenen Gemäldes „Roter Weinberg“ an Anna Boch.

Caspar David Friedrich: Das Eismeer, 1823/24

Berlin - Am 07. Mai 1840, vor 175 Jahren, starb Caspar David Friedrich, der wohl als bedeutendster Maler der deutschen Romantik gelten kann. Niemals kann einem Großen wie ihm ein kleiner Artikel auch bloß in Ansätzen gerecht werden, nur ein paar Gedanken seien deshalb hier lose zusammengetragen, ohne auch nur den Versuch einer weitgehenden Abdeckung des Wesentlichen.

'Aus der SinaiWueste' von Eugen Bracht | Eugen Bracht - http://www.wooop.de/poster-kunstdrucke/b/bilder-eugen-bracht/reproduktion/785863.html

Berlin - Eugen Felix Prosper Bracht wurde 1842 in Morges im Schweizer Kanton Waadt geboren und starb 1921 in Darmstadt. Sein thematischer Schwerpunkt war die Landschaftsmalerei, wobei er stilistisch eine Entwicklung von romantisch geprägten Frühwerken über stimmungsvollen Realismus hin zu mystischem Symbolismus und zuletzt zu einer impressionistisch beeinflußten Malweise hinlegte. Hatte er etwa 1883 sich hauptverantwortlich für die Landschaftspartien des Panoramas „Die Schlacht von Sedan" des wilhelminischen Hofmalers Anton von Werner gezeichnet, lieferte er 1889 mit „Das Gestade der Vergessenheit“ eins der, neben Böcklins „Toteninsel“, bedeutendsten deutschen symbolistischen Gemälde, um zum Ende seines Lebens die sächsische Landschaft aus einer impressionistischen Betrachtungsweise festzuhalten.

"Wilder Mirabellenbaum am Ende des Gartens", 40 x 50 cm

Berlin - Impressionismus bedeutet, auf scharfe Konturen zu verzichten, Raum zu geben einem Spiel der Farben und schimmernden Lichteffekte, eingefangen eher durch Farbtupfer als durch zusammenhängende Flächen. Historisch entstanden war die Stilrichtung, die damals zugleich auch eine Bewegung war, in den 1860er Jahren in Frankreich. Claude Monet, Camille Pissarro, Édouard Manet und Auguste Renoir gehören zu den größten Namen, welche auch der dürren Gegenwart noch ein Begriff sind.

Vincent van Gogh „Blühender Obstgarten mit Blick auf Arles“ (Öl auf Leinwand, 1889) | Quelle: http://en.wikipedia.org | Bild: Vincent van Gogh - repro from artbook

Berlin - Ab 1886 hatte sich Vincent van Gogh in Paris aufgehalten und sich mehr schlecht als recht durchgeschlagen. Ausstellungen seiner Bilder waren weitgehend erfolglos geblieben, trotz des künstlerischen Zusammenschlusses mit bereits vergleichsweise bekannten Zeitgenossen. Als prägend erwiesen sich allerdings die dortige Beschäftigung mit dem Impressionismus als seinerzeit vorherrschendem Stil sowie mit Ukiyo-e, japanischen Farbholzschnitten von Künstlern wie Katsushika Hokusai, die er zu sammeln begann: es entstand van Goghs ureigenster Stil, welcher behelfsweise dem Potpourri des „Post-Impressionismus" zugeordnet wird.

Jens Juel „Niels Ryberg mit seinem Sohn Johan Christian und seiner Schwiegertochter Engelke, geb. Falbe“ (1797)

Kopenhagen - Zu seinen Schülern an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen gehörten die beiden Größten der deutschen romantischen Malerei, Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge; auch der eigenständige Interieurmeister Friedrich Georg Kersting ließ sich von ihm beeindrucken.

Oskar Mulley war ein begnadeter Künstler | Quelle: Johann Mühlbauer

München - Oskar Mulley, am 22.4.189 in Klagenfurt geboren, ein eher vergessener Maler, der 1937 die österreichische Goldene Staatsmedaille und kgl. Ungarische Staatsmedaille erhielt und in München von 1937 bis 1944 im Haus der Kunst ausstellen durfte.

Die Berliner Panoramastraße heute (Quelle: ART Depesche 2015)

Berlin - Emil Hünten (1827-1902) gehörte seinerzeit zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Historienmalerei. Insbesondere mit Darstellungen aus der Zeit Friedrichs des Großen hatte er sich 1850-60 einen Namen gemacht. Im Schleswig-Holstein-Feldzug 1864 hatte er bei der kämpfenden Truppe gedient, im Preußisch-Deutschen Krieg 1866 war er Landwehroffizier gewesen, und auch in der Zeit des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 hatte er mehrfach Heerlager und Schlachtfelder besucht, was zu einem außergewöhnlichen Maß an Realismus in seinen Schlachtgemälden führte. 1878 war er der Berliner Akademie beigetreten, um im Folgejahr zum Professor berufen zu werden.