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Berlin - Elena Bazanova (deutsche Umschrift: Bazanowa) ist eine Aquarellkünstlerin aus Sankt Petersburg. In ihren meisterhaften Stilleben versteht sie es, eine ungenierte, doch ganz feinsinnige Schönheit zu erzeugen, ohne jemals auch nur in die Nähe des Kitsches zu kommen.

Geboren wurde sie 1968 in Slanzy im Kreis Sankt Petersburg. Ihren ersten Abschluß machte sie 1986 an der Kunstrealschule im B.V. Johanson an der Akademie der Bildenden Künste I. Repin in Sankt Petersburg. Einen weiteren Abschluß mit dem Schwerpunkt Buchgraphik machte sie 1992 an der selben Hochschule im Buchgraphikstudio A.A. Pahomov.

Mit verschiedenen russischen Buchverlagen arbeitet sie allerdings bereits seit 1989 zusammen, mit der Illustration von Kinderbüchern, begann sie 1996, nach eigener Aussage angeregt durch ihre Tochter (und später schließlich die Enkelin). Ihr größter Erfolg sollten Gestaltung und Illustrationen zum Buch von Lewis Carroll, „Alice im Wunderland, erzählt vom Autor für die jüngsten Leser“, für welches sie 2008 zur IV. Internationalen Biennale Graphik in St. Petersburg ausgezeichnet wurde.

Seit 1995 ist sie Mitglied des Kunstvereins Rußlands und nimmt regelmäßig an dessen Saisonausstellungen teil. In den Jahren 2002, 2004 und 2005 war sie Stipendiatin der Kunststation Kleinsassen in Deutschland. Für ihre Aquarelle wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2015 mit einem Diplom des Kulturkomitees der Regierung Sankt Petersburg. Derzeit arbeitet sie an einem umfassenden Buch, welches den Titel „Geheimnisse des Aquarells“ tragen soll.

Die Werke von Elena Bazanova fanden bereits viele Male ihren Weg in Gruppen- wie auch Einzelausstellungen in Rußland, Kasachstan, den Niederlanden, England und Deutschland. Galerien und Privatsammlungen in Rußland, Deutschland, den USA, Frankreich, England, Schweden, Island, Finnland und den Niederlanden haben ihre Aquarelle in den Bestand aufgenommen.

Überaus lebendig wirken die mit höchster Genauigkeit ausgeführten Werke, welche die Künstlerin grundsätzlich bei Tageslicht anfertigt. Geschick bei der Komposition verbindet sich mit Sorgfalt im Detail. Heimische und tropische Früchte, Blumen aus Feldern und Gärten, Laub und Pilze sind immer wieder zu sehen, licht und, vor allem für Aquarelle, beeindruckend naturnah, an alte Meister erinnernd, doch von der Erfahrung der Moderne nicht unberührt. Ihre Darstellungen von Pilzen, Wildfrüchten und Feldblumen erinnern von ihrer Atmosphäre an russische Volksmärchen.

Verweise:

Elena Bazanova: Geheimnisse des Aquarells https://art-depesche.de/images/IMG_1582.JPG Ruedi Strese