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Henri Deparade „Narziss“ (Öl auf Leinwand, 2016)

Berlin - Die Berliner artfein GALLERY zeigt in ihrer nächsten Ausstellung, beginnend am 22. Juli ab 19 Uhr, die neuen Werke Henri Deparades. Henri Deparades stetig wiederkehrende Motive begründen sich in der  griechischen Mythologie. Diese wird zum Thema eines wechselvollen Spiels zwischen Linie, Farbe und Dynamik.

Der 1951 in Halle an der Saale geborene Deparade studierte von 1972 bis 1977 Malerei und Grafik an der schon legendären Hallenser Burg Giebichenstein, damals offiziell „Hochschule für industrielle Formgestaltug Halle“. Uwe Pfeifer, gleichfalls ein Hallenser, doch zum Umfeld der „Leipziger Schule“ zählend, der ab 1975 auf Giebichenstein Lithografie lehrte, übte einen nachhaltigen Einfluß aus.

Von 1977-78 war Deparade Assistent von Professor Hannes H. Wagner im Studiengang Malerei an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein. Dort setzte er sein Studium anschließend mit einer Aspirantur im Bereich Grafik fort; von 1983-85 war er Meisterschüler Willi Sittes an der Akademie der Künste. Er verließ die DDR nach einem Ausreiseantrag 1989, kehrte jedoch 1991 bereits zur Burg Giebichenstein zurück, wo er als Oberassistent tätig war. Seit 1992 hat er eine Professur für Malen und Zeichnen an der HTW Dresden inne. 1995 bezog Henri Deparade in Dresden auch sein neues Atelier.

Seit 1977 nahm Deparade an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil, die erste Einzelausstellung hatte er 1979 in Halle. Es folgten Einzelausstellungen außerhalb Deutschlands in Italien, der Schweiz und den USA. Deparades Werk ist äußerst vielschichtig. In einer Selbstdarstellung heißt es: „Dabei geht es in meinem Oeuvre um Zusammenhänge von Realität und Traum, von Bewusstsein und Unbewusstem, Banalität und Magie oder eben auch Außen und Innen; aber immer, dies ein Spezifikum, um eine in sich bewegliche Form. Gestalthaftes und dessen ständige Verwandlung muss malerischen Ausdruck finden.“

Zu seiner aktuellen Ausstellung heißt es auf der Internetseite der Galerie: „Die griechische Sagenwelt mit ihren mythischen, undogmatischen, sich metaphorisch überlagernden Strukturen bildet die Grundlage, über die Henri Deparade den Bogenschlag zu heutigen Themen vollzieht. In seinen Werken hebt er den Dualismus zwischen Figur und Grund auf, so dass Bildraum und Figuren einander durchdringen. Die Lokalfarbigkeit verliert an Gewicht, die Figuren werden transparent, bewegt und mehrdeutig. Die malerische Verwirklichungsform gibt einer Verschiebung vom Realitätssinn zum Möglichkeitssinn Raum. Der Betrachter wird in die Lage versetzt, die narrative Struktur zu Gunsten einer assoziativen Freiheit aufzulösen und in die Sinnlichkeit der Malerei einzutauchen.“

„Antike Dispositionen“ wird vom 22.7. bis 27.8.2016 in der artfein GALLERY, Hornstr. 20, 10963 Berlin, zu sehen sein. Die Vernissage findet am 22.7. ab 19 Uhr statt, der Künstler wird anwesend sein; die Eröffnungsrede wird der Kunsthistoriker Dr. Jochen Boberg halten.

Verweise:

Antike Dispositionen - Neue Werke Henri Deparades in Berlin https://art-depesche.de/images/IMG_1869.JPG Ruedi Strese