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Igor Khaikov „Am Waldbach“ (Aquarell, 2016)

Minsk - Aus der weißrussischen Stadt Gomel kommt Igor Khaikov, ein überaus talentierter Aquarellist, der sich vorzugsweise mit meist sehr hell und leicht wirkenden Landschaften befaßt, doch auch Städteansichten finden sich unter seinen Sujets. 
Geboren wurde Igor Khaikov 1969 in Gomel, der zweitgrößten Stadt Weißrußlands. Zunächst absolvierte er ein Ingenieursstudium, doch während des Studiums begann er zu malen. Bereits in jener frühen Zeit galt seine Leidenschaft dem Aquarell als einer besonders dynamischen Technik, auch wenn er sich bisweilen mit Pastellen befaßte und auch heutzutage dann und wann zu Öl und Leinwand greift.

Dazu erklärt der Künstler: „Aquarelle fertige ich in wenigen Stunden. Bei Aquarellen ist es wichtig, bevor man zu malen beginnt bereits die Abfolge des Malens zu verstehen und sich das zukünftige Bild vorzustellen. Den Prozeß zu ändern ist schwierig und oft unmöglich. Wenn das Ergebnis mich nicht befriedigt, nehme ich ein neues Blatt Papier. Und ich rechne bei dieser Arbeit mit Fehlern beim ersten Versuch. An den Ölgemälden arbeite ich mehrere Tage. Oft stehen unvollendete Bilder eine Weile rum, das kann eine Woche oder ein Monat sein. Beim Betrachten des Bildes mache ich mir einen Notizzettel. Mit diesen Aufzeichnungen setze ich die Arbeit fort. Manchmal kann ein Bild schnell und einfach gemalt werden. Ölgemälde erlauben eine ruhige Arbeit, es können Änderungen am Bild vorgenommen werden. Aquarelle sind komplexer und dynamischer und genau deshalb mag ich sie.“

Die Bilder wirken leicht, lichtdurchflutet, pastellfarben. „Der Zustand der Natur ist für mich sehr wichtig. Ich liebe den Abend, den Regen, den frühen Morgen. Zu diesen Zeiten sind die Farben der Natur sanfter.“ Khaikov arbeitet mit Vorliebe unter freiem Himme, Erinnerungen an den Impressionismus werden wach: „Meiner Ansicht nach muß der Künstler, der die Natur abbildet, zwangsläufig unter freiem Himmel arbeiten. Natur, Luft und die Geräusche der Umgebung schaffen eine spezielle, schöpferische Atmosphäre.“
Mehrfach erschienen Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, die sich mit Khaikovs Werk befassen. Es gab zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen sowie bislang zehn Einzelausstellungen; in diesem Jahr hat Khaikov an der Biennale des Aquarells im italienischen Fabriano teilgenommen. In Deutschland ist Igor Khaikov mit seinen Aquarellen bislang noch recht unbekannt, doch wäre ihm zu gönnen, daß sich dies ändert. 

Verweise:
https://www.facebook.com/igor.khaikov
https://www.youtube.com/watch?v=MD3Ez2oR8jc

Aquarelle unter freiem Himmel – Igor Khaikov aus Weißrußland https://art-depesche.de/images/13730929_1642662232715937_9003709086032902376_o.jpg Ruedi Strese