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Peter Krusche „Der rote Wald“ (2015)

Berlin - Auch im Oktober hat die Berliner artfein GALLERY eine aktuelle Werkschau zu bieten. Diesmal gibt es neue Arbeiten Peter Krusches zu sehen. In einem sehr eigenen, vom Kubismus beeinflußten Stil, zeigen die Bilder Menschen in einer gleichsam verzerrt wie verdichtet wirkenden Welt.

Peter Krusche, geboren 1953 in Kaufbeuren, studierte von 1971 bis 1974 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg sowie von 1974-77 an der entsprechenden Institution in München, es folgte ein Stipendium in Italien. Seither erhielt er zahlreiche Preise und kann auf eine umfassende Ausstellungstätigkeit zurückblicken. Seine Werke sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland vertreten.

Krusches Werk ist, wie auf seiner Netzseite zu sehen, in mehrere gut unterscheidbare Schaffensperioden geteilt. Kontinuierlich läßt sich eine Neigung zu kraftvollen Farben erkennen. Zeigen jedoch etwa Werke von 1985-93 oft dicht gedrängte Personengruppen, so stellte das Jahr 2007 eine Phase reiner, menschenleerer und geometrisch zergliederter Landschaften dar, um zwei dieser Phasen zu nennen.

Die aktuell in der artfein GALLERY zu betrachtenden und durchaus wieder aus einem Guß wirkenden Arbeiten aus den letzten beiden Jahren stellen in gewisser Weise eine Synthese und Erweiterung dieser zwei Phasen dar. Es finden sich graugesichtige Menschen, in Landschaften hineingestellt, doch erweitert um hochragende, kahle Bäume (von denen nur die Stämme unterhalb der Krone zu sehen sind) sowie im Vergleich zu den Figuren kleine, dennoch bedrohlich wirkende Häuser als immer wiederkehrende Elemente.

Im Pressetext heißt es dazu: „Seine neuesten Werke setzen den Menschen, seine Gefühle und sein Verhalten in der Gruppe in den Mittelpunkt einer kubistischen Welt.“ „Still, doch nicht unbeteiligt, stehen einzelne Personen abseits einer Gruppe von Menschen. Gehend, stehend, musizierend, sitzend, wartend, beobachtend oder gar die Arme verschränkend. Sie alle sind Teil des Ganzen, manchmal versteckt, oft in dieselbe Richtung blickend. Immer wiederkehrende Elemente, wie Koffer und Boote prägen die Szenerie. Sicher, das Reisen erscheint vordergründig. Aber auf den zweiten Blick wird deutlich, es geht um mehr, um entdecken, zusammenkommen und ankommen.“ 
Ein Besuch der noch bis zum 5. November 2016 zu sehenden Ausstellung der Werke Peter Krusches ist also durchaus zu empfehlen. Termin der Vernissage ist der 6. Oktober 2016 ab 19 Uhr, Ort die artfein GALLERY in der Hornstr. 20, 10963 Berlin.

Verweise: 
http://www.artfein.com/peter-krusche-eigenblut/
http://www.artfein.com/peter-krusche/
http://www.peter-krusche.de/

„Eigenblut“: neue Arbeiten von Peter Krusche in Berlin https://art-depesche.de/images/IMG_2658.JPG Ruedi Strese