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Steffi Deparade-Becker „Rasender Stillstand“ (Öl und Collage auf Leinwand, 2012)

Berlin - Mit der aus Halle an der Saale stammenden Malerin und Graphikerin Steffi Deparade-Becker hat die Berliner artfein GALLERY eine durchaus beachtenswerte Künstlerin gewinnen können. Mit einem ganz eigenen Stil, der die Trennlinie zwischen abstrakt und figürlich verschwimmen läßt, bieten ihre Werke auf jeden Fall ein optisches Erlebnis.

Geboren 1954 als Steffi Becker, studierte sie von 1974-1980 an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale), einem herausragenden Zentrum der Kunst in der DDR. Ihre Lehrer dort waren unter anderem Willi Sitte, Günther Rechn und der mittlerweile ebenfalls von der artfein GALLERY betreute Henri Deparade (diesen heiratete sie 1977). 
Sie beendete ihr Studium mit einem Diplom und wirkte fortan als freischaffende Künstlerin in ihrem Atelier in Halle. Von 1981-82 war sie selbst im Rahmen von Vorkursen der Burg Giebichenstein mit Lehrtätigkeiten im Aktzeichnen und in künstlerischen Grundlagen in Halle und Merseburg beauftragt worden. Einen Knick in ihrer Karriere bedeutete der gemeinsam mit ihrem Mann gestellte Antrag auf dauerhafte Ausreise aus der DDR Ende der 1980er Jahre, allerdings erledigte sich die darauf folgende faktische Verbannung mit dem Ende der DDR. 
Von 1990 bis 1994 war sie Mitarbeiterin des Kulturamtes Halle, 1995 zog sie nach Dresden um, wo sie seither ihr Atelier besitzt. Von 1995 bis 2010 lehrte sie künstlerische Grundlagen an den Hochschulen von Dresden und Zittau. Ihre umfangreiche Ausstellungstätigkeit begann sie 1981. Ausstellungen außerhalb Deutschlands gab es in Polen, Österreich und Bulgarien. In der artfein GALLERY war sie 2015 erstmals vertreten. 
Stilistisch bewegte sie sich von veristischer Figuren- und Porträtmalerei zunehmend zur Abstraktion hin, wobei diese jedoch immer wieder durch reale Bezüge durchwebt wird. In der Pressemitteilung der Galerie zur „Zwischentöne“ betitelten Ausstellung heißt es: „Ihre Werke bestehen aus klaren horizontalen, sowie vertikalen Linien. Helligkeit durchbricht graue Dunkelheit. Die ausdrucksstarke Farbwelt ist durch Fragmente der Wirklichkeit erweitert. Man meint in den Collagen Spiegelungen, Gebäude und Horizonte zu erblicken. Dem einfühlsamen Betrachter weisen die Fragmente den Weg hin zur Wahrhaftigkeit des Werkes. Die dicht gedrängten und vollen Straßen der Stadt, mit ihren schnellen und lärmenden Autos, die Brise am Meer, die einem um die Ohren weht und das leichte Rauschen der Wellen.. Steffi Deparade-Beckers Werke sind zeitlos und bieten immer wieder aufs Neue tiefe Sinneserfahrungen.“ Die „Zwischentöne“ werden vom 10.11. bis 10.12. 2016 in der artfein GALLERY in der Hornstr. 20 in 10963 Berlin zu sehen sein. Die Vernissage findet am 10.11. ab 19 Uhr statt, für die Eröffnungsrede konnte Prof. Dr. Klaus Hammer gewonnen werden.

„Zwischentöne“ - aktuelle Werkschau von Steffi Deparade-Becker in Berlin https://art-depesche.de/images/IMG_3008.jpg Ruedi Strese