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Arthur Hacker „In Gefahr“ (1902)

Frankfurt am Main - Er ließ sich wie einige britische Maler der viktorianischen Epoche in Frankreich ausbilden und verband in seinem Stil die Leichtigkeit der französischen Pleinairmalerei mit klassizistischer Strenge und oft auch der für die Präraffaeliten typischen mystischen Stimmung und Themenwahl.

Geboren wurde Arthur Hacker 1858 im damals zur Grafschaft Middlesex gehörenden Londoner Stadtteil St. Pancras als Sohn des Druckgraphikers Edward Hacker (1812-1905), welcher sich auf Drucke von Tier- und Jagdszenen spezialisiert hatte (dieses überaus englische Genre war als „Sporting“ bekannt), die Mutter war Tochter eines Rechtsanwalts.

Er studierte zunächst von 1876 bis 1880 an der Königlichen Kunstakademie in London, wo er 1878 erstmalig ausstellte. Von 1880 bis 1881 führte er seine Studien im Atelier des Historien- und Porträtmalers Léon Bonnat in Paris fort.

Besonders wichtig für seine Kunstauffassung und hierbei vor allem seinen Umgang mit Licht und Farben wurden jedoch ausgedehnte Reisen in südliche Gefilde, namentlich nach Spanien, Italien und Marokko.

Bekannt wurde er vor allem durch religiöse Szenen und Darstellungen oft ätherisch-verträumter Frauengestalten (die sicher, wie viele der präraffaelitischen Schöpfungen, von so manchem Betrachter als Kitsch empfunden werden könnten); in späteren Jahren tat er sich zunehmend durch feinfühlige Porträts hervor.

1902 ließ er in Checkendon in der Grafschaft Oxfordshire von dem später namhaften Architekten Maxwell Ayrton ein Haus errichten, genannt „Hall Ingle“, dessen Dekoration er selbst ausführte. Sein Vater starb 1905, und zwei Jahre darauf entstand ein recht beeindruckendes, warmherziges Porträt seiner alten Mutter Sophia.

1910 hatte er seine zweite Ausstellung an der Königlichen Akademie und wurde zudem zum Mitglied der Akademie gewählt. Bis zum Ende seines Lebens blieb er schöpferisch tätig, so entstand beispielsweise noch 1918 ein herausragendes Porträt des Ingenieurs und bedeutenden Druckgraphikers Sir Francis Job „Frank“ Short. Arthur Hacker starb 1919 im Londoner Stadtteil Kensington und ist auf dem auch als Londoner Nekropole bekannten Brookwood Cemetery bestattet.

 

Verweise:

http://fannycornforth.blogspot.de/2013/05/arthur-hacker-king-of-beauty.html
http://www.tate.org.uk/art/artworks/hacker-the-annunciation-n01576

Der Präraffaelit Arthur Hacker https://art-depesche.de/images/Arthur_Hacker_-_In_Jeopardy.jpg Ruedi Strese