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Berlin – Die Kreuzberger artfein GALLERY präsentiert derzeit in einer neuen Doppelausstellung unter dem Titel „Spiegelungen – Palimpseste“ Gemälde Henri Deparades und Skulpturen von Bärbel Dieckmann.

Das Sturmtief Xavier, welches am 5. Oktober in Berliner wütetete, war offensichtlich ein Kunstbanause. Denn für genau diesen Abend hatte die artfein GALLERY in Berlin-Kreuzberg die Vernissage der Doppelausstellung angesetzt; Xavier hat indes dafür gesorgt, daß die Besucherzahlen recht überschaubar blieben. Um weiteren Interessierten die Betrachtung der Arbeiten in einem feierlichen Rahmen zu ermöglichen, hat sich die Galerie zur Veranstaltung einer Midissage entschieden, welche am Abend des 19. Oktober stattfinden soll.

Doch nun zu den Künstlern: Henri Deparade, Jahrgang 1951, studierte von 1972 bis 1977 Malerei und Grafik an der zu seiner Heimatstadt Halle an der Saale gehörenden Kunsthochschule Burg Giebichenstein, u.a. bei dem zur Leipziger Schule gerechneten Uwe Pfeifer. Von 1983-85 war er Meisterschüler Willi Sittes. Seit 1992 ist er Professor für Zeichnen und Malen bzw. Grundlagen elementarer Gestaltung an der HTW Dresden; in jener Stadt unterhält er seit 1995 auch sein Atelier für Malerei und Grafik.

Inhaltlich befaßt er sich vorrangig mit Themen aus der griechischen Mythologie. Zu seinen vielschichtigen Arbeiten schreibt der Pressetext der Galerie: „In seinen Werken hebt er den Dualismus zwischen Figur und Grund auf, so dass Bildraum und Figuren einander durchdringen. Die Lokalfarbigkeit verliert an Gewicht, die Figuren werden transparent, bewegt und mehrdeutig. Die malerische Verwirklichungsform gibt einer Verschiebung vom Realitätssinn zum Möglichkeitssinn Raum. Der Betrachter wird in die Lage versetzt, die narrative Struktur zu Gunsten einer assoziativen Freiheit aufzulösen und in die Sinnlichkeit der Malerei einzutauchen.“

Die 1961 in Bielefeld geborene Bärbel Dieckmann studierte von 1981-88 an der dortigen Fachhochschule „Visuelle Kommunikation“ und Bildhauerei/Illustration; letzteres bei dem Berliner Bildhauer Richard Heß, den sie als Assistentin unterstützte und der sie nachhaltig beeinflußte. Von 1991 bis 1994 lehrte sie an der Meisterschule für Handwerk, Fachbereich Steinmetze/Steinbildhauer in Kaiserslautern. Seit 1994 lebt und arbeitet sie in Berlin, ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und waren in zahlreichen Ausstellungen weltweit zu besichtigen. Die aktuelle Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt ihrer Arbeiten aus verschiedenen Materialien und Entstehungsphasen.

Die Midissage findet von 18-22 Uhr statt. Beide Künstler werden anwesend sein, für die Einführungsrede konnte wieder Prof. Klaus Hammer (ehemals TU Dresden) gewonnen werden. Ende der Ausstellung ist der 28. Oktober 2017, bis dahin ist sie in der artfein GALLERY in der Hornstraße 20 in 10963 Berlin zu besichtigen.

 

Verweise:

http://www.artfein.com/henri-deparade-baerbel-dieckmann-spiegelungen-palimpseste/
https://art-depesche.de/malerei/180-antike-dispositionen-neue-werke-henri-deparades-in-berlin.html
http://henri.deparade-art.de/
http://www.artfein.com/henri-deparade/
http://www.artfein.com/baerbel-dieckmann/

 

Henri Deparade und Bärbel Dieckmann: Gemeinsame Werkschau in Berlin https://art-depesche.de/images/IMG_7278_1200px.jpg Ruedi Strese