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Tatjana Dawydowa „Neues Leben“ (2015)

Berlin – Von Dezember 2017 bis Januar 2018 zeigt die Berliner Galerie Ars Pro Dono, spezialisiert auf Kunst aus den Ländern des postsowjetischen Raumes, unter dem Titel „Kunstgeschenke von Väterchen Frost“ eine umfangreiche Gruppenausstellung, welche einen Überblick über die Galeriebestände gibt. Zu sehen sind also Werke ganz verschiedener Künstler, welche im Laufe der Zeit dort ausgestellt haben.

Betritt man die Galerie, sind die zuerst zu sehenden Bilder Stilleben und Landschaften, letztere zum Teil mit zur Jahreszeit passender Thematik. Dann geht es weiter zu Figurenmalerei und abstrakteren Kompositionen. Die namhafteren der insgesamt etwa 50 (!) Künstler sind meist mit etwa drei oder vier Werken vertreten. Einige von diesen seien kurz angeführt.

Unseren Lesern bereits bekannt ist David Popiashvili, ein Georgier, dessen Arbeiten vor kurzem erst in einer herausragenden Einzelausstellung zu betrachten waren. Der „christliche Primitivismus“ dieses Malers verbindet Stilelemente der Ikonenmalerei und Volkskunst mit modernen Ansätzen zu einem ganz einzigartigen Ergebnis.

Zu den größeren Namen dürfte ebenso der auch international anerkannte Ukrainer Alexej Malik zu zählen sein, der seinen unbestreitbar eigenen Stil zwischen Figurenmalerei und Abstraktion gefunden hat und zurückhaltende Farbgebung mit oft traumartiger Stimmung verbindet.

Zwei Künstler aus dem sibirischen Omsk sind vertreten; da wäre zum einen Ilja Potapov mit seinen hintersinnigen bis ironischen Arbeiten, zum anderen Tatjana Dawydowa, deren Bild „Neues Leben“ uns hier zur Illustration dient; ihr Metier sind kleine, nachdenklich stimmende Naturmotive.

Aus Kasachstan stammt die junge Malerin Lazzat Schaikeshan, die sich selbst vorzugsweise „Laka“ nennt. Ihre Arbeiten sind von stark zeichnerischem, bisweilen fast comicartigem Charakter, grenzen an den Surrealismus, wobei jedoch Humor ein wesentliches Element ist.

Wiederum völlig anderer Art sind die großformatigen Gemälde des Tuva-Künstlers Schoj Tschuruk. Die gleichermaßen archaisch wie modern wirkenden Arbeiten zeigen eine tiefe Verwurzelung in der schamanisch-nomadischen Tradition der Tuva.

Ebenfalls aus Sibirien, jedoch aus Krasnojarsk, kommt Elena Iljankova. Von ihr gibt es eine Reihe von kleinformatigen, pastos aufgetragenen Bildern, welche in Berlin entstanden sind und hauptsächlich Motive aus der Stadt zeigen.

Auch Alexej Golovchenko aus Pensa, Jahrgang 1986, arbeitet häufig mit kleineren Formaten. Sein Schwerpunkt sind Landschaften, die durchaus dem Impressionismus zugerechnet werden können; doch hat er eine ausgesprochene Vorliebe für das Zwielicht.

„Kunstgeschenke von Väterchen Frost“ wird bis zum 31. Januar 2018 zu sehen sein; Ort ist die Galerie Ars Pro Dono in der Prenzlauer Allee 191 in 10405 Berlin; diese ist von Montag bis Freitag von 10 bis 19 sowie sonnabends von 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

 

Verweise:

http://www.arsprodono.de/
https://art-depesche.de/malerei/294-georgische-novellen-neue-arbeiten-von-david-popiashvili-in-berlin.html
https://art-depesche.de/malerei/327-russische-lebensfreude-%E2%80%93-neue-werke-sergey-merenkovs-in-berlin.html
http://www.arsprodono.de/?cat=c94_Lazzat-Schaikeshan-Lazzat-Schaikeshan.html
http://www.arsprodono.de/?cat=c106_Schoj-Tschuruk-schoj-tschuruk.html
http://www.arsprodono.de/?cat=c117_Golovchenko--Alexej-alexej-golovchenko.html

„Kunstgeschenke von Väterchen Frost“ - Gruppenausstellung zur Jahreswende https://art-depesche.de/images/IMG_8132.JPG Ruedi Strese