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Maxime Maufra „Kirche von Petit-Andelys“ (1902)

Frankfurt am Main - Ein Künstler, welcher aus dem Ursprungsland des Impressionismus und Postimpressionismus stammte und dessen Werk stilistisch zwischen jenen Richtungen anzusiedeln ist, war Maxime Maufra. Heute ist er vergleichsweise unbekannt, was jedoch kaum an mangelnder Qualität seiner Arbeit liegen dürfte.

Geboren wurde Maximilien Émile Louis Maufra 1861 in Nantes (damals noch zur Bretagne gehörend, heute Pays de la Loire). Im Alter von 18 Jahren begann er, inspiriert durch Künstler aus seiner Heimatstadt, zu malen. Seine Hauptbeschäftigung war jedoch von 1884-90 die eines Geschäftsmannes, die Malerei blieb sein Freizeitvergnügen; eine professionelle Ausbildung hatte er nicht.

In jenen Jahren entdeckte er die impressionistische Malweise für sich. 1886 hatte er bereits mit zwei Bildern am Pariser Salon teilgenommen, doch erst 1890 wagte er den entscheidenden Schritt und wurde zum hauptberuflichen Maler. Er zog in die Bretagne und kam in Kontakt mit der Künstlergruppe um Paul Gauguin, Paul Sérusier und Charles Filiger, welche damals in Pont-Aven und Le Pouldu arbeiteten; gemeinsam mit diesen war er auch an der künstlerischen Ausgestaltung des Gasthauses von Marie Henry in Le Pouldu beteiligt.

Seine erste Einzelausstellung hatte er 1894 in Paris. Die Kritiken waren recht gut, der kommerzielle Erfolg jedoch eher bescheiden. Die Situation verbesserte sich 1896 mit seiner ersten Ausstellung in der Galerie von Durand-Ruel, welcher Maufra unter Vertrag nahm (er blieb bis zum Lebensende unter dessen Fittichen). Auch die Ermutigung durch seinen Freund Gauguin, dem er bis zu dessen Aufbruch nach Tahiti nahe stand, zahlte sich aus.

Er erstand zudem eine Residenz am Montmartre in Paris, die Sommermonate befaßte er sich jedoch weiterhin mit Pleinairmalerei in der Bretagne, auch wenn ihm Pont-Aven schließlich zu überlaufen war und er abgelegenere Orte suchte. An der bretonischen Südküste erstand er 1903 ein Haus. Die bretonischen Landschaften blieben sein Hauptthema, doch Reisen durch Frankreich sowie nach Algerien wurden ebenfalls zur Quelle der Inspiration. Er starb 1918.

Maxima Maufra malte vor allem Landschaften, wobei er sich teilweise der pointillistischen Malweise bediente, mit dem kraftvollen Auftrag starker Farben gab es auch Ähnlichkeiten zum Symbolismus der Schule von Pont-Aven. Jedoch verzichtete er auf die Darstellung von Personen; seine zurückhaltenden Bilder atmen den Geist der Stille und zeugen von einer großen Liebe zur Schönheit der Natur.

 

Verweise:

http://www.stephenongpin.com/MAUFRA-Maxime-DesktopDefault.aspx?tabid=45&tabindex=44&artistid=128249

Der späte französische Impressionist Maxime Maufra https://art-depesche.de/images/Church_of_Petit-Andelys_France_by_Maxime_Maufra.jpg Ruedi Strese