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Alexander Frenz „Arkadische Landschaft“

Frankfurt am Main - Seine Wurzeln hatte Alexander Frenz in der Landschaftsmalerei der Düsseldorfer Schule, neigte jedoch selbst zu einem lyrischen Symbolismus, wie ihn Arnold Böcklin oder Franz von Stuck populär gemacht hatten.

1861 in Rheydt geboren, besuchte Frenz ab 1879 die vor allem durch ihre Tradition der romantischen Landschaftsmalerei berühmt gewordene Düsseldorfer Kunstakademie, wobei die Landschaft auch sein Hauptgebiet wurde, und so nahm er selbstverständlich Einflüsse der Düsseldorfer Schule auf. Daneben befaßte er sich mit Illustration und Radierung; er zählte zu den besten Studenten seines Jahrgangs.

Der akademischen Ausbildung folgte ein Jahr als Privatschüler im Atelier des „Malerfürsten“ Franz von Lenbach in München. Stilistisch hinterließ dessen gediegener Realismus jedoch keine großen Spuren im Werk Frenz’, stattdessen ließ er sich von den Symbolisten Arnold Böcklin und Franz von Stuck beeinflussen.

Nach der Zeit bei Lenbach kehrte Frenz nach Düsseldorf zurück, wo für ihn eine langjährige Phase erfolgreichen Schaffens begann; mit mystisch-allegorischen Landschaftsmotiven wurde er als „rheinischer Franz von Stuck“ bekannt. Zu seinem Ruhm trugen auch seine Illustrationen, etwa zu Houston Stewart Chamberlains Schrift über Richard Wagner oder einer Liedausgabe Engelbert Humperdincks, bei. In jene Jahre fielen zudem mehrere Studienreisen nach Italien.

1902 erhielt er eine Professur an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, wo er das Zeichnen von Figuren und Landschaften sowie die Aquarellmalerei lehrte. Der Mangel an persönlicher Freiheit bei der Gestaltung des Lehrplans bewog ihn jedoch 1909 wieder zur Aufgabe der Stelle.

Die nächsten Jahre war er als Maler und Graphiker vor allem wieder in Düsseldorf sowie in Bonn tätig; in Elberfeld (heute Teil Wuppertals) und Essen erhielt er größere Aufträge, und so waren bald einige seiner symbolistisch-phantastischen Wandgemälde in öffentlichen und privaten Räumen zu finden. Seine letzten Lebensjahre bis zu seinem Tod 1941 in Düsseldorf verbrachte Frenz eher zurückgezogen. Sein Sohn Hermann Frenz (1880-1955) wurde übrigens ebenfalls Maler.

 

Verweise:

http://www.reiff-museum.rwth-aachen.de/achim/reiffdatenbank/output/output_ausgabemaske.php?id=210
http://www.artnet.de/künstler/alexander-frenz/
https://lot-tissimo.com/de/i/7644342

Der rheinische Symbolist Alexander Frenz https://art-depesche.de/images/Alexander_Frenz_-_Arkadische_Landschaft.jpg Ruedi Strese