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Natalia Popovich „Teerosen“ (2016, Öl auf Leinwand, 110 x 130 cm)

Berlin – Gleich zwei interessante Ausstellungen von Künstlern aus dem fernen Wladiwostok sind bis Ende März in der Galerie Ars Pro Dono zu sehen. Zunächst möchten wir die in Rußland und Fernost bereits sehr erfolgreiche Malerin Natalia Popovich vorstellen, deren originelle, in leuchtenden, ja grellen Farben gehaltene Arbeiten unter dem passenden Titel „Auf der sonnigen Seite“ präsentiert werden.

Gerade noch hatte Natalia Popovich eine große Ausstellung in Shanghai – von dort ist sie nun mit einer Auswahl der nicht ganz so großformatigen Bilder nach Berlin gereist, wo sie sich noch bis zum 5. Februar aufhalten wird.

Doch beginnen wir mit einigen biographischen Angaben. Geboren 1975 in Wladiwostok, studierte sie von 1992-96 an der dortigen Kunstschule und von 1997-2003 an der Fernöstlichen Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Anschließend begann sie ihre Lehrtätigkeit an diesen beiden Einrichtungen, mittlerweile ist sie Dekan der letztgenannten. Seit 2005 ist sie zudem Mitglied der Russischen Kunstvereinigung. Sie erhielt bedeutende staatliche Auszeichnungen und hatte zahlreiche Einzelausstellungen in Ländern wie Rußland, Südkorea, Polen und China; mehrere Museen und Galerien beherbergen ihre Werke.

Überaus lebhaft und überreich von Licht erfüllt sind die meist recht großen, mosaikartig wirkenden Ölgemälde, welche in der Berliner Ausstellung zu bestaunen sind. Wir sehen gar nicht so stille Stilleben, sonnendurchflutete Hafen- und Küstenansichten und kraftvolle Porträts.

Impressionistische und expressionistische Anleihen lassen sich ausmachen; der Farbauftrag ist in den Hintergründen oft einfarbig und flächig, an den Kristallisationspunkten wie Blüten und Gesichtern vielfarbig schillernd und pastos; bisweilen werden Effekte von Licht und Schatten sogar durch einen ins Plastische gehenden Einsatz der Farbe erzielt, dazwischen Flecken weißer Leinwand, wo dies dem Zweck dient; auch starke zeichnerische Elemente lassen sich finden.

Natalia Popovich hat in jedem Fall einen ganz eigenen, ausdrucksstarken und gleichzeitig heiteren Stil gefunden, der mit Sicherheit zu überraschen weiß. Zu sehen ist „Auf der sonnigen Seite“ noch bis zum 30. März 2018 in der Galerie Ars Pro Dono in der Prenzlauer Allee 191 in 10405 Berlin. Über die zeitgleich stattfindende Ausstellung ihres Mannes Igor Obukhov werden wir hier noch gesondert berichten. Definitiv sehenswert!

 

Verweise:

http://www.arsprodono.de/
http://www.artvladivostok.ru/gallery/popovich/painting/?lang=en
http://www.redsquare-gallery.com/enu/artists_bio.asp?CategoryId=62

Auf der sonnigen Seite – die Malerin Natalia Popovich zu Gast in Berlin https://art-depesche.de/images/IMG_8953.JPG Ruedi Strese