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Elisabeth von Eicken „Im Park des Gutshauses Quassel“ | Eigentümer: Galerie "Der Panther", München/Bremen

Frankfurt am Main - Ahrenshoop gehört zu den legendären Orten der deutschen Malerei. Ende des 19. Jahrhunderts bereits waren dort Freilichtmaler aktiv, und auch heute ist die Gemeinde am Darß Anlaufpunkt für zahlreiche bildende Künstler und Kunstliebhaber. Zu den herausragenden Gestalten der Gründergeneration der Künstlerkolonie gehört ohne Zweifel die begnadete Landschafterin Elisabeth von Eicken.

Geboren wurde sie 1862 in Mülheim an der Ruhr. Zunächst besuchte sie dort bis 1878 das städtische Lyzeum Luisenschule, anschließend studierte sie unter anderem in Meran, Menton, Genf und Berlin, bis sie bei Edmond Yon in Paris landete, dessen naturgetreue Landschaftsmalerei ihr die Richtung vorgab, Einflüsse gab es überdies von der Schule der Pleinairmaler von Barbizon um Théodore Rousseau und dem Impressionisten Alfred Sisley.

Ab 1894 war sie als freischaffende Künstlerin tätig. Ihre beiden wichtigsten Arbeitsorte waren der Berliner Grunewald und die gerade neu entstandene Künstlerkolonie in Ahrenshoop, wo sie ihr eigenes Haus errichten ließ und unter anderem mit Paul Müller-Kaempff, Carl Malchin, Fritz Grebe, Anna Gerresheim und Friedrich Wachenhusen in engem Kontakt stand.

Bald wurde sie zu einer weithin anerkannten Künstlerin, und auch in der Hauptstadt war sie geschätzt. Auf der Großen Berliner Kunstausstellung war sie seit 1894 regelmäßig vertreten. Auch an internationalen Ausstellungen nahm sie teil, u.a. in München, Paris und St. Louis. 1905 schrieb Anton Hirsch in seinem Buch „Die bildenden Künstlerinnen der Neuzeit“: „Diese Malerin, die ihr künstlerische Ausbildung in Paris erhalten hat, glänzt durch ein sattes Kolorit und eine sehr persönliche Naturauffassung…“ Elisabeth von Eicken war Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen und der Deutschen Kunstgenossenschaft.

Privat war sie seit 1897 mit Richard Raimar Jeffery Henry von Paepcke, dem Besitzer des Gutes Quassel, verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Sie starb 1940 in Michendorf bei Berlin und wurde auf dem Friedhof in Ahrenshoop beigesetzt, wo ihr Grab heute noch aufgesucht werden kann. Das ehemalige Wohnhaus der Künstlerin in Ahrenshoop wird heutzutage übrigens als Gästehaus für kunstsinnige Urlauber genutzt.

 

Verweise:

http://www.artnet.de/k%C3%BCnstler/elisabeth-von-eicken/
https://www.ahrenshooper-ferien.de/de/unterkuenfte/haus-elisabeth-von-eicken4
http://www.ahrenshoop-kunst.de/gruendergeneration/elisabeth-von-eicken/
https://galerie-der-panther.de/elisabeth-von-eicken/

Elisabeth von Eicken – frühe Freilichtmalerin in Ahrenshoop https://art-depesche.de/images/Elisabeth_von_Eicken_-_Im_Park_des_Gutshauses_Quassel.jpg Ruedi Strese