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Bela Aldatova „Sonnenfinsternis“ (Öl auf Leinwand, 2018, 80x80cm)

Bremen - Gerade erst haben wir diese junge Malerin im Zusammenhang mit der Gruppenausstellung „Welt der Gestalten“ in Berlin erwähnt. Ihr eigenwilliger, mystischer und liebevoller Stil gefiel uns so gut, daß wir sie baten, uns noch einige Fragen zu beantworten...

ART DEPESCHE: Sie kommen aus Wladikawkas in Nordossetien. Ein guter Ort für eine Malerin?

ALDATOVA: Das ist eine sehr gute Gegend für das Schaffen. Es gibt viele Künstler in Nordossetien, die ihre Kunsttraditionen pflegen.

ART DEPESCHE: Ihr Kunststudium absolvierten Sie in Sankt Petersburg, an der Kunstakademie A.L. Stieglitz. Was macht diese Universität so besonders?

ALDATOVA: Das Besondere ist, daß sie nicht nur Künstler, sondern Künstler und Handwerker zusammen lehrt. Ich habe z.B. nicht nur Malerei, sondern nebenbei auch Restaurieren studiert.

ART DEPESCHE: Sie haben einen klaren eigenen Stil gefunden, der von freundlichen Farben und einer naiven, poetischen, märchenhaften Atmosphäre geprägt ist…

ALDATOVA: Ich versuche solche Motive zu malen, die mir entweder meine Seele oder meine Erinnerungen eingeben. Beim Malen kann ich diese Erinnerungen noch vertiefen.

ART DEPESCHE: Sie selbst verwenden den Begriff „Symbolismus“…

ALDATOVA: Ja, das gibt mir eine Möglichkeit, meine Gedanken mit mehr Inhalt zu übertragen.

ART DEPESCHE: Erzählen Sie doch bitte etwas über Ihre Arbeitsweise!

ALDATOVA: Ich arbeite im Atelier und experimentiere sehr häufig mit verschiedenen Techniken. Besonders gefallen mir Reliefs.

ART DEPESCHE: Haben Träume einen Einfluß auf Ihre Bildmotive?

ALDATOVA: Ja, es versinkt in Fantasien. Meiner Meinung nach soll jeder Künstler träumen.

ART DEPESCHE: Gibt es andere Maler aus Gegenwart und Vergangenheit, die Ihr Werk wesentlich beeinflußt haben?

ALDATOVA: Es gibt viele ossetische Künstler, die traditionelle Volkskunst übernehmen, und da ist auch mein Lieblingsmaler – Pieter Bruegel.

ART DEPESCHE: Derzeit (und noch bis zum 31. Oktober) stellen Sie Ihre Bilder in der Berliner Galerie Ars Pro Dono aus. Was gibt es zu dieser Ausstellung zu sagen?

ALDATOVA: Diese Ausstellung habe ich mit dem Titel "Welt der Gestalten" verbunden. Diese Gestalten sind auf meinen Leinwänden.

ART DEPESCHE: Welche Pläne haben Sie für die nähere Zukunft?

ALDATOVA: Ich mache keine Pläne. Ich male...

ART DEPESCHE: Frau Aldatova, wir danken Ihnen recht herzlich für die Beantwortung unserer Fragen!


 

zur Person:

Bela Aldatova wurde 1988 in Beslan, Nordossetien geboren. 2009 machte sie ihren Abschluß an der Kunstschule von Wladikawkas, anschließend studierte sie an der an der Kunstakademie A.L. Stieglitz in Sankt Petersburg. Sie ist Mitglied der Union der Künstler Rußlands, lebt und arbeitet in Wladikawkas. In Deutschland wird sie durch die Berliner Galerie Ars Pro Dono vertreten.

 

Verweise:

https://www.saatchiart.com/aldatovabela
http://www.art-katalog.com/en/painter/545
https://www.artmajeur.com/en/vitaliy-sittsin/news
https://www.arsprodono.de/

Lichter Symbolismus aus Nordossetien - ein Fragebogen an Bela Aldatova https://art-depesche.de/images/463F740F-3D14-4251-BBF8-E3FB170298CE.jpeg Ruedi Strese