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Ralph Oberg „Crossing the Glacier“ (Öl auf Leinwand, 2010, 26x36cm, James Museum of Western Art in St. Petersburg, Florida)

Bremen - Ein Verwandter des Verfassers bereiste kürzlich die USA und brachte von dort auf Wunsch Informationsmaterial zu lokalen Malern mit, und es fanden sich unter diesen recht ausgezeichnete Landschafter. Mit einigen konnte die ART DEPESCHE Kontakt aufnehmen, wir hoffen, sie hier demnächst in kleinen Porträts vorstellen zu können. Zunächst möchten wir unsere Aufmerksamkeit Ralph Oberg, einem Tier- und Landschaftsmaler des Südwestens, widmen. Vom Realismus ausgehend öffnete er sich impressionistischen Einflüssen.

Geboren wurde er 1950 in Biloxi, Mississippi, wuchs jedoch in Colorado auf. In jungen Jahren bereits wanderte und kletterte er leidenschaftlich durch die wilde Felsenlandschaft, und auch seine künstlerischen Ambitionen wurden früh sichtbar. Auf ein zweijähriges Stipendium an der Colorado State University, Lehrzeit und eine kurze Spanne im Bereich der Werbeillustration folgte ab 1974 die Karriere als freier Künstler.

Zunächst befaßte er sich mit nahezu fotorealistischen Darstellungen des Lebens wilder Tiere, was ihm Anfang der 80er Jahre mehrere Beteiligungen an der Ausstellung „Birds in Art“ des Leigh Yawkey Woodson Museums sowie eine Mitgliedschaft in der Society of Animal Artists einbrachte, doch schien ihm dieser Ansatz mit der Zeit unbefriedigend, und ab etwa 1987 befaßte er sich ausgiebig mit dem Impressionismus bzw. der Freilichtmalerei und bildete sich fort bei deren zeitgenössischen Meistern im Westen der USA wie Wayne Wolfe, Clyde Aspevig und Len Chmiel. 1988 wurde er Mitbegründer der Society for Wildlife Art for the Nations (SWAN).

Eine Zeit war das Sujet die reine Landschaft, doch mittlerweile sind Tiere wieder in den Vordergrund gerückt. Oft gehen er und seine Frau, die Malerin Shirley Novak, mit ihren Staffeleien zu den geliebten Schauplätzen in der Natur, wo sie unter freiem Himmel malen. Diese Bilder sind jedoch teilweise als Studien zu verstehen, die großen Werke entstehen dann nach diesen Vorlagen in ihrem Atelier in Montrose, Colorado.

Obergs Werke sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen enthalten. Er ist Mitglied der renommierten Künstlervereinigungen California Art Club (gegründet bereits 1909) und der Plein Air Painters of America. Wir hatten überdies noch einige Fragen, welche uns der Meister bereitwillig beantwortete – dieses kurze Interview wird in Kürze als gesonderter Artikel erscheinen.

 

Verweise:

https://ralphoberg.com/
https://www.pinterest.de/nromanovsky/ralph-oberg/?lp=true
http://www.artnet.de/k%C3%BCnstler/ralph-oberg/
https://woodriverfinearts.com/portfolio-view/ralph-oberg/
http://www.ohbejoyfulgallery.com/ralph-oberg/
http://www.trailsidegalleries.com/artists/ralph-oberg
http://jacksonholeartauction.com/artist/ralph_oberg.html

Ralph Oberg – ein Freilichtmaler des amerikanischen Westens im Porträt https://art-depesche.de/images/9EA8E8F6-BF6F-4FFC-94F6-C31E46E136E2.jpeg Ruedi Strese