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Nanne Meyer „Nachtflug“ (Gelstift auf mit Acrylfarbe grundiertem Papier)

Berlin - Eine gute Nachricht! Die Hegenbarth Sammlung Berlin war für Kunstfreunde ein Anlaufpunkt der besonderen Art. Von großer Liebe zur Kunst geprägt waren die regelmäßigen Ausstellungen und Publikationen, welche sich insbesondere mit dem Maler und Grafiker Josef Hegenbarth, doch auch mit zeitgenössischer Kunst befaßte. Dann kam eine längere Sommerpause. Nun folgt die Rückkehr in neuen Räumen und mit neuem Konzept.

Der Dresdener Josef Hegenbarth (1884-1962) war ein virtuoser Zeichner, Maler, Druckgraphiker und Buchillustrator der frühen deutschen Moderne mit einem völlig eigenen, unverwechselbaren Stil. Zwei auf Langzeitwirkung angelegte Projekte widmen sich, auch in Zusammenarbeit, der Bewahrung und Erforschung von dessen Werk: das Josef-Hegenbarth-Archiv Dresden sowie die Hegenbarth Sammlung Berlin.

Letztere war von seit 2014 in einem Bürogebäude in der Nürnberger Straße 49 unweit des Zoologischen Gartens untergebracht. Dort wurde gesammelt, geforscht, publiziert (etwa das geschmackvolle Bändchen mit Schillers „Lied von der Glocke“ und Hegenbarths Illustrationen zu diesem. 14 Wechselausstellungen gab es in diesen Jahren und zahlreiche kunstwissenschaftliche und kulturpädagogische Angebote, wodurch sich gerade in jüngster Zeit endlich die verdiente mediale Beachtung einstellte. Dann kam die Kündigung der Räumlichkeiten: zu Beginn des Jahres mußte die Ausstellungstätigkeit eingestellt werden.

Glücklicherweise konnten schließlich im Stadtteil Wilmersdorf neue Räume gefunden werden, welche ab dem 2. September der Öffentlichkeit zugänglich sein sollen. Die Sammlung ist nun als Schaudepot konzipiert, die Besucher können sich miitwochs und nach Anmeldung die originalen Blätter aus der Sammlung zeigen lassen. Gleichzeitig werden weiterhin Arbeiten aus den Beständen an Ausstellungen andernorts verliehen, wie etwa derzeit für das Museum der Bildenden Künste in Leipzig.

Auch eigene Ausstellungen wird es nun wieder geben. Begonnen werden soll mit einer Übersicht der bislang nicht gezeigten Neuerwerbungen der letzten fünf Jahre, welche vom 11. September bis zum 11. Dezember 2019 in wechselnden Zusammenstellungen zu sehen sein werden. Dabei sind unter anderem Arbeiten von Josef Hegenbarth, Otto Dix, Nanne Meyer und Thomas Baumhekel.

Wir werden unsere Leser von nun an also gerne wieder über die jeweiligen Ausstellungen der Hegenbarth Sammlung Berlin informieren. Deren neue Räume befinden sich in der Laubacher Straße 38 in 14197 Berlin und können ab dem 2. September 2019 mittwochs von 12 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung besucht werden. Kontakt unter +49 (0) 30 23 60 99-99 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Eintritt ist wie gewohnt kostenlos.

 

Verweise:

https://www.herr-hegenbarth-berlin.de/de/
https://www.facebook.com/HerrHegenbarth/
https://art-depesche.de/malerei/483-punkt-für-punkt-–-corinne-laroche-in-der-hegenbarth-sammlung-berlin.html
https://www.josef-hegenbarth.de/web2/start/index.php
https://www.josef-hegenbarth.de/web2/start/index.php?page=archiv&seite=dresden_archiv
https://www.herr-hegenbarth-berlin.de/de/wem-die-glocke-schlaegt-das-lied-von-der-glocke-bd5.html

Die Rückkehr des Herrn Hegenbarth in Berlin https://art-depesche.de/images/Nachtflug.jpg Ruedi Strese