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Anshelm Schultzberg „Januarsonne“

Bremen - Solange der Besuch der Museen nur unter dem Kunstgenuß doch recht abträglichen Auflagen möglich ist, wird der Schwerpunkt unserer Seite bei der Vorstellung interessanter, doch zumindest hierzulande eher unbekannter Protagonisten der Kunstgeschichte liegen. Denn von diesen gibt es viele! Diesmal befassen wir uns mit dem Schweden Anshelm Schultzberg, welchem wir lichte Beiträge zur Landschaftsmalerei verdanken.

Geboren wurde unser Mann 1862 im zentralschwedischen Falun, er war somit Generationsgenosse von James Ensor, Isaak Lewitan, Anders Zorn, Gustav Klimt oder Edvard Munch. Er begann seine künstlerische Ausbildung 1881 an der Technischen Schule und bei dem Genremaler Edvard Perséus in Stockholm, weiter ging es 1882-86 mit einem Studium an der Kunstakademie. Hier zeigte er starkes Interesse an den Landschaftsbildern der Düsseldorfer Malerschule, welche er zunächst imitierte. Eine Herbstlandschaft von 1886 wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, außerdem wurde er nach dem Studium als Anwärter der Akademie aufgenommen.

Früh bereits entdeckte er seinen Schwerpunkt in der sonnenbeschienenen Winterlandschaft seiner zentralschwedischen Heimat, eines jener Werke aus dem Jahr 1888 etwa befindet sich im Kopenhagener Museum. Doch nicht nur die heimische Sonne zog ihn an, so hielt er sich von 1889-90 in Frankreich auf und von 1891-92 in Italien, vor allem in der Gegend um Neapel. Es sind uns mehrere Motive von Capri bekannt, Landschaftsausschnitte mit prächtig rotem Mohn, sattgrünen Bäumen und Wiesen, vom Sonnenlicht bestrahlten Ruinen. Weitere Reisen führten ihn nach Belgien und in die Niederlande.

Der Nationalromantik, dem Realismus und Naturalismus wird das Werk Schultzbergs oft zugerechnet, doch hier ist der Bezug zur französischen Lichtmalerei offensichtlich. Oder ist es lediglich eine durch die Wirkung des Lichtes selbst notwendige Parallele? Der Aufenthalt in Frankreich läßt uns freilich annehmen, daß ihm die Werke der damals längst erfolgreichen und anerkannten Monets und Renoirs wohl vertraut waren.

Schultzberg wurde vielfach ausgezeichnet und eine der aktivsten Figuren des schwedischen Kunstlebens. 1900 wurde er Vollmitglied der Akademie, auchorganisierte er den schwedischen Beitrag zur Weltausstellung in Saint Louis 1904 und war Bevollmächtigter für die schwedischen Abteilungen internationaler Kunstausstellungen in Rom 1911 und San Francisco 1915. Er starb 1945. Seine Werke sind in den bedeutendsten Museen Schwedens vertreten.Zahlreiche Beispiele finden sich in den Verweisen im Anhang.

 

Verweise:

https://www.bukowskis.com/en/bukipedia/3139-anshelm-schultzberg
http://www.artnet.de/künstler/anshelm-schultzberg/
https://www.mutualart.com/Artist/Anshelm-Schultzberg/95078B88DDCDEC58
http://emp-web-84.zetcom.ch/eMP/eMuseumPlus?service=ExternalInterface&module=artist&objectId=7492&viewType=detailView

Anshelm Schultzberg - Maler des schwedischen Winters https://art-depesche.de/images/Januarisol_x_Anshelm_Schultzenberg.jpg Ruedi Strese