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Christoph Bouet / Cathleen Meier - Ausstellungsansicht

Berlin - Die aktuelle Ausstellung in der Galerie Berlin gibt zwei Künstlern Raum. Der erste ist der Freilichtmaler Christoph Bouet, sicher das Zugpferd der Galerie. In seinen neuen Arbeiten verfolgt er konsequent seine pastos-kraftvolle Freilichtmalerei. Einen sehr starken Kontrast zu dieser stellen die Holzskulpturen und Holzschnitte von Cathleen Meier dar. Ursprünglich bis zum 31. Oktober 2020 angesetzt, wurde sie nun auf noch unbestimmte Zeit verlängert.

Bouet, geboren 1974 in Halle, wo er sein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (heute: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) absolvierte, lebt heutzutage in Gommern bei Magdeburg. Er kann als derzeit herausragendster Vertreter der impressionistischen bzw. impressionistisch geprägten Freilichtmalerei in Deutschland betrachtet werden.

Dieses Herausragende zeigt sich, neben der malerischen Qualität, freilich vor allem darin, daß er nicht lediglich historische Vorbilder imitiert, sondern bei allen Rückbezügen ein hohes Maß an Innovation und gefestigtem persönlichem Stil aufzuweisen hat. Es sind gewaltige Massen kräftiger Ölfarben, welche er in hohem Tempo auf seine Leinwände aufträgt, man könnte fast sagen: türmt, und die auch an den Wänden ihrer Käufer oft noch weit vom fertig getrockneten Zustand entfernt sind.

Die nun zu sehenden Bilder sind größtenteils erst im Sommer dieses Jahres, wenige auch des Vorjahres, entstanden. Es handelt sich um die von Bouet gewohnten Farberuptionen, welche aus der Nähe wild und brodelnd erscheinen, mit etwas Abstand (der aus Platzgründen leider nicht bei allen Bildern ganz erfahrbar ist) durchaus auch lyrische Landschaftsgemälde ergeben. Das Thema ist, jahreszeitbedingt, der Sommer selbst, oder das sommerliche Licht. Man meint förmlich, des Flirrens der Luft gewahr zu werden.

Orte des Geschehens sind der Allgäu, Potsdam-Sanssouci, der Garten der Mutter des Künstlers, die Siegessäule in Berlin-Tiergarten oder auch die Birken und Blumenmeere des Liebermann-Anwesens am Wannsee, womit er ganz offen an einen impressionistischen Meister des 19. Jahrhunderts anknüpft. Für Freunde des auf die Leinwand gebrachten Lichtes uneingeschränkt zu empfehlen.

Cathleen Meier wurde 1970 in Magdeburg geboren, auch sie studierte an der Hallenser Burg Giebichenstein, jedoch Bildhauerei, und zwar bei Professor Göbel. Sie ist mit Holzskulpturen, Holzschnitten und Druckstöcken (in einem Fall sogar dem Druckstock und einem Abzug) vertreten. Ein thematischer Schwerpunkt ihres Schaffens liegt bei Fragen der Gegenwart.

Die Galerie Berlin befindet sich in der Auguststraße 19 in 10117 Berlin. Geöffnet hat sie derzeit regulär von Mittwoch bis Freitag von 12-18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

 

Verweise:

https://www.galerie-berlin.de/
https://www.galerie-berlin.de/artists/christoph_bouet/works
https://www.galerie-berlin.de/artists/cathleen_meier/works
https://www.bouet.de/

Sommerliches von Christoph Bouet und Skulpturen von Cathleen Meier https://art-depesche.de/images/Christoph_Bouet_-_Cathleen_Meier_-_Ausstellungsansicht.jpg Ruedi Strese