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Das Schaudepot der Hegenbarth-Sammlung in der Laubacher Straße 38, 14197 Berlin

Berlin - Liebe Leser der ART-DEPESCHE, vielleicht erinnern Sie sich an unsere regelmäßige Berichterstattung über die rührige Hegenbarth-Sammlung in Berlin, welche sich zunächst der Pflege des Erbes eines der interessantesten Künstler der frühen deutschen Moderne, eben Josef Hegenbarths, mit seinem zwischen Malerei und Graphik zu verortenden Oeuvre verschrieben hat und im Weiteren zeitgenössische Positionen fördert, sofern diese sich in der einen oder anderen Weise zu Hegenbarths Schaffen in Bezug setzen lassen.

Den Umständen geschuldet fanden seit einiger Zeit weder Ausstellungen noch Vorträge statt, doch gibt es gute Nachrichten, denn die Hegenbarth-Sammlung ist keineswegs aus der Welt. Man hat sich Gedanken gemacht, wie es sich trotz allem weiterarbeiten läßt, und davon wollen wir nun berichten.

Vor allem wurde natürlich, wie es viele Galerien und Museen auch tun, das digitale Angebot ausgeweitet. Aktuell ist das Projekt „Herr Hegenbarth zoomt“ zu beachten, welches vorerst bis zum 31. März 2021angesetzt ist. Hier hat der Kunstfreund die Möglichkeit, die Hegenbarth-Sammlung per Mail oder Telefon (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 030 2360 9999) zu kontaktieren, um sich ein Werk aus dem Bestand filmen zu lassen; die kommentierten Videoaufnahmen werden auf der Webseite zu sehen sein.

Das betrifft die im Werksverzeichnis unter dem Standort Berlin, Hegenbarth-Sammlung, aufgeführten Arbeiten des Meisters selbst (https://www.josef-hegenbarth.de/web2/start/index.php?page=werk&seite=datenbank&mode=expert&beginner=1) und die einiger Zeitgenossen, aber auch die vorhandene Kunst der Gegenwart von Corinne Laroche, Gerhard Hoehme, Bodo Rott und vielen anderen.

Für das Frühjahr ist eine digitale Diskussionsrunde zur Zukunft des Museums vorgesehen. Wie läßt sich Kunst trotz langanhaltender Schließungen von Kulturorten dem Publikum näherbringen? Welche Möglichkeiten bieten sich an, und was läßt sich davon vielleicht sogar auch in der Hegenbarth-Sammlung umsetzen? Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an die Einrichtung.

Erwähnt sei zu guter Letzt, daß es einen Zuwachs in den Beständen gab, darunter ein umfassendes Konvolut an Zeitschriftenillustrationen aus den 1940er Jahren sowie mehrere Folgen von Literaturillustrationen. Somit ist also die Berliner Institution, welche sich der Erfassung und Erforschung des sich einer Zuordnung zu einem der verschiedenen Ismen entziehenden Hegenbarthschen Oeuvres widmet, alles andere als untätig gewesen. Wir sind gespannt auf Kommendes und halten Sie gerne auf dem Laufenden!

 

Verweise:

https://www.herr-hegenbarth-berlin.de/de/
https://www.josef-hegenbarth.de/web2/start/index.php?page=werk&seite=datenbank&mode=expert&beginner=1

Herr Hegenbarth ist nicht aus der Welt https://art-depesche.de/images/Schaudepot.jpg Ruedi Strese