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Hoàng Công Hùng „Haltestelle“ (Acryl auf Leinwand, 2021, 80 x 120 cm)

Die Stammleser der ART DEPESCHE wissen, daß wir gegenwärtigen Künstlern Osteuropas und Asiens eine besondere Aufmerksamkeit widmen, da dort oft ehereine Ausgewogenheit zwischen Technik und persönlichem Ausdruck, Tradition und Innovation angestrebt wird, als dies hierzulande der Fall ist. Heute stellen wir den Maler Hoàng Công Hùng aus der alten vietnamesischen Kaiserstadt Huế vor, welcher in seinem Werk eine Brücke zwischen landestypischen Motiven und Abstraktion schlägt, in einer Welt aus Farben, die der Europäer eher mit Dekoration verbinden mag, die jedoch im Fernen Osten ganz anders empfunden werden. Wir führten die kleine Fragerunde auf Vietnamesisch, weshalb die Sache recht minimalistisch blieb, doch immerhin. Lesen Sie selbst ...

ART DEPESCHE: Zuerst würden wir gerne etwas über Ihre künstlerische Ausbildung wissen!

HOÀNG CÔNG HÙNG: Ich bin der Maler Hoàng Công Hùng. Ich studierte an der und absolvierte die Universität der Bildenden Künste in Huế, mit dem Schwerpunkt Seidenmalerei, gefolgt von Ölmalerei und Acryl.

ART DEPESCHE: Unterrichten Sie selbst?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Ich unterrichtete fast 30 Jahre Zeichnen, von 1991 bis 2019.

ART DEPESCHE: Sie kommen aus der früheren vietnamesischen Hauptstadt Huế, architektonisch und historisch sicher einer der interessantesten Orte in Vietnam! Auch heuteein guter Ort für Künstler?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Die kaiserliche Hauptstadt von Hue ist ein langjähriges Kulturgebiet, das seine eigene Identität schafft.

ART DEPESCHE: Was unterscheidet die Kunstszene in Huế von der in Hà Nội oder Sài Gòn?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Im Laufe der Zeit behält Huếimmer noch seine alten Wesenszüge. Menschen und Landschaft stehen immer im Einklang der eigenenKultur Huếs.

ART DEPESCHE: Ihr Werk umfaßt vor allem Landschaften, Blumen und abstrakte Gemälde. Gibt es zwischen diesen Themen eine spezielle Verbindung?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Meine Werke zeigen verschiedenste Genres, Stile und FarbenDie Gedanken und Ideen werden beim Komponieren in jedes Werk eingebracht.

ART DEPESCHE: Der Darstellung von Wasser und Wolken gilt Ihre besondere Aufmerksamkeit ...

HOÀNG CÔNG HÙNG: Der Künstler liebt die Natur, daher werden Details von Wolken, Bergen, Flüssen, Bäumen, Blumen usw. bei jeder Arbeit stets beachtet und tief zum Ausdruck gebracht.

ART DEPESCHE: Sie malen zumeist mit Acrylfarben ... was gefällt Ihnen an diesem Medium?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Die bunte Malwelt. Jeder Künstler muß seinen eigenen Weg haben.

ART DEPESCHE: Mir ist aufgefallen, daß viele vietnamesische Maler sich traditionell vietnamesischer Szenen bedienen, und dann versuchen, diese in einem individuellen Stil wiederzugeben. Ein Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne ...

HOÀNG CÔNG HÙNG: Vietnam ist ein Land, welchesvon Norden nach Süden mit vielen schönen Szenerien gesegnet ist, von tiefen Wäldern bis zum Meer, von Ebenen bis zum Hochland ... Die Ausführung basiert auch auf tatsächlichen Gefühlen zu jedem unterschiedlichen Thema.

ART DEPESCHE: Weiterhin ist auffällig, daß in Vietnam (und anderen ostasiatischen Ländern) ein ganz anderes Farbempfinden herrscht als in Europa, es wird viel mehr mit hellen, leuchtenden Farben gearbeitet. Was könnte die Ursache dafür sein?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Die Farbe der Arbeit hängt vom Thema ab - manchmal sind die Farben tief, manchmal sind die Farben hell und das Blau ist weich; siehe meine Arbeiten, um mehr zu erfahren ...

ART DEPESCHE: Welche historischen und gegenwärtigen Maler mögen Sie besonders?

HOÀNG CÔNG HÙNG: Ich denke immer an den Lehrer, der mich zum Malen geführt hat, den Künstler Vĩnh Phối.

ART DEPESCHE: Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen alles Gute für die Zukunft!

HOÀNG CÔNG HÙNG: Auch ich wünsche Ihnen Glück und Gesundheit!

 

Übersetzung aus dem Vietnamesischen: Ruedi Strese

 

Verweise: https://www.facebook.com/hconghungart

Natur und Abstraktion - Hoàng Công Hùng ausHuế im Interview https://art-depesche.de/images/3FCB6E60-47E1-4269-ABB0-258191FE58A9_gr.jpg Ruedi Strese