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Elena Popea „Exotischer Garten“ (Öl auf Leinwand, 45,5 cm x 55 cm)

Berlin – Zwischen Impressionismus, Expressionismus und Kubismus bewegt sich das feinfühlige und originelle Werk dieser frühen Vertreterin der Moderne Rumäniens; Landschaften, Blumenstilleben und Genreszenen waren die bevorzugten Motive. Ein weiterer Teil unserer kunsthistorischen Entdeckungsreise ...

Geboren wurde sie 1879 im siebenbürgischen Kronstadt (heute: Brașov), damals Teil Österreich-Ungarns, als Tochter eines bekannten Lehrers; ihr Onkel war der Historiker und rumänisch-orthodoxe Bischoff Nicolae Popea. Nach ihrer schulischen Ausbildung studierte sie Philologie in Leipzig und Malerei in Berlin.

Danach schrieb sie sich am Münchner Künstlerinnenverein ein, welcher eine Kunstschule für Frauen führte. Ebenso besuchte sie die Künstlerkolonien am Starnberger See und in Landsberg am Lech. Sie nahm private Stunden bei Angelo Jank und Caroline Kempter; Ersterer war Mitglied der Münchner Secession, schuf vom Impressionismus beeinflußte Tierbilder sowie Grafiken im Jugendstil, Letztere war impressionistische Landschaftsmalerin. Ab 1905 stellte sie regelmäßig aus, zuerst in Sibiu, bald auch in Cluj und Bukarest.

Die Zeit des Ersten Weltkriegs verbrachte sie in Paris, wo sie künstlerisch tätig blieb und unter anderem in der Galerie nationale du Jeu de Paume und im Salon der Unabhängigen ausstellte. In jener Zeit lernte sie auch den Maler Lucien Simon kennen, welcher eine von dunklen Farbtönen bestimmte Variante des Impressionismus pflegte und in dessen Atelier sie weitere Stunden nahm.

Nach dem Weltkrieg besuchte sie die neu eröffnete Kunstschule des kubistischen Malers und Illustrators André Lhote am Montparnasse, wobei der kubistische Einfluß fortan in ihrem Werk offensichtlich wurde, auch bereiste sie die Bretagne.

Üblicherweise verbrachte sie die Sommermonate mit Pleinairmalerei in Kronstadt oder Cluj, während des übrigen Jahres reiste sie ausgiebig, namentlich nach London (1927), Holland (1928), Italien (1929 und 1934), Spanien ( 1932), Norwegen und Dänemark (1935), Griechenland, Syrien, Palästina, Ägypten (1937) und Schottland (1938), wobei jede ihrer Reisen in zahlreichen neuen Bildern resultierte. Ausstellungen gab es in Amsterdam und London. Sie starb 1941 in Bukarest.

Ihre Gemälde und Aquarelle zeigen einen eigenen synthetischen Stil und ein starkes Gespür für Farbwirkung, sie müssen sich vor den Werken bekannter Vertreter der frühen Moderne nicht verstecken. Beispiele finden sich heutzutage vor allem in verschiedenen rumänischen Museen, so in Sibiu, Bukarest, Brașov oder Cluj.

 

Verweise:

http://www.artnet.de/künstler/elena-popea/
https://bassenge.com/lots/117/80330
https://www.mutualart.com/Artist/Elena-Popea/A827E369A7D19831

Elena Popea – aus der frühen rumänische Moderne https://art-depesche.de/images/Exotischer_Garten.jpg Ruedi Strese