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Elena Litvinenko „Kalter Morgen“ (Aquarell, 2021, 48 cm x 71,5 cm)

Berlin – Noch bis zum 30. Januar 2023 wird in der Berliner Galerie Ars Pro Dono unter dem Titel „Ewiges Spiel des Lebens“ eine Ausstellung mit Werken mehrerer Künstler zu sehen sein. Von den aus Georgien, Kasachstan und Rußland kommenden Protagonisten sehen wir Bekanntes und Neues in Grafik und Malerei.

Den Georgier Andria Natsvlishvili hatten wir unseren Lesern im März 2021 bereits in einem Interview vorgestellt, welches wir unten auch noch einmal verlinkt haben. Der orthodoxe Priester hat einen völlig eigenständigen, fantastischen Stil. Seine Gemälde wurden mittlerweile abgehängt, um für die Bilder Elena Litvinenkos Platz zu schaffen, können jedoch auf Nachfrage angesehen werden.

Litvinenko wiederum ist der Grund, warum unser Artikel erst jetzt erscheint, obgleich die Ausstellung bereits Anfang Dezember eröffnet worden war. Die größtenteils neuen Arbeiten mußten erst auf dem Postweg nach Berlin gelangen; heutzutage leichter gesagt als getan, und so wollten wir erst auf die Ankunft ihrer Bilder warten.

Und ja, es hat sich gelohnt. Die insgesamt 19 relativ großformatigen Aquarelle fangen den Zauber des ländlichen Rußlands ein, fernab der großen Städte. In den nebligen, mystischen Dörfern, Feldern, Gebirgslandschaften fühlen wir uns in die Vergangenheit versetzt. Bemerkenswert ist das Farbgefühl der Künstlerin; meist sind es nur ein oder zwei Farben, die sie äußerst geschickt einsetzt.

Alexey Golovchenko ist ein Landschaftsmaler, dessen urtümlicher und kraftvoller Stil zwischen Naturalismus und Impressionismus eingeordnet werden kann; er hatte der Art Depesche im August 2020 schon einige Fragen beantwortet. Von diesem Künstler, der seit Jahren zu den wichtigsten der Galerie gehört, sehen wir in der aktuellen Ausstellung drei größere, farbkräftige Naturdarstellungen; weitere, kleinere Bilder sind ebenfalls vor Ort.

Andrey Pozdeev (1926-1998) ist der einzige nicht mehr lebende Künstler der Schau. Er stammte aus Sibirien; seine Werke wurden bereits in bedeutenden russischen Museen wie der Tretjakow-Galerie gezeigt. Die Linolschnitte wurden bereits bei früherer Gelegenheit gezeigt und sind stilistisch an Expressionismus und klassischer Moderne orientiert.

Kommen wir zuletzt zu den beiden kasachischen Malern. Sowohl Abay Chunchalinov (ein Bild) als auch Bakhytnur Burdesbekov (zwei Bilder) sind unseren Lesern bereits durch Berichte vergangener Ausstellungen vertraut. Alle drei Gemälde sind Frauenporträts im jeweiligen Individualstil.

Die Kunstgalerie Ars Pro Dono hat eine recht beachtliche Auswahl osteuropäischer und zentralasiatischer Künstler in ihrem Programm. Glanzlicht der aktuellen Schau sind wohl die Landschaftsaquarelle von Elena Litvinenko; vor allem für diese empfiehlt sich ein Besuch. Die Galerie befindet sich in der Prenzlauer Allee 191 in 10405 Berlin; geöffnet hat sie von Montag bis Freitag 14-19 Uhr und am Sonnabend von 11-16 Uhr. Telefonisch erreichbar ist sie unter 030-66868136.

 

Verweise:

https://www.arsprodono.de/shop_content.php?coID=3210127
https://art-depesche.de/interview/735-kunst-und-glauben-andria-natsvlishvili-im-interview.html
https://www.arsprodono.de/?cat=c180_Bakhytnur-Burdesbekov-bakhytnur-burdesbekov.html
https://www.arsprodono.de/?cat=c172_Andria-Natsvrishvili-andria-natsvrishvili.html
https://www.arsprodono.de/?cat=c146_Abay-Chunchalinov-abay-chunchalinov.html
https://art-depesche.de/malerei/687-steppenwind-neue-gemälde-von-abay-chunchalinov.html
https://art-depesche.de/malerei/668-der-zauber-des-augenblicks-alexey-golovchenko-in-berlin.html
https://art-depesche.de/interview/675-kunst-und-natur-alexej-golovchenko-im-interview,-teil-2.html

„Ewiges Spiel des Lebens“: Gruppenausstellung bei Ars Pro Dono https://art-depesche.de/images/2022/1229/Elena Litvinenko - Kalter Morgen.jpg Ruedi Strese